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Dienstag, 9. Februar 2016

Das Tolle Heft Nr. 45 ist gedruckt!

Mittwoch, 3. Februar 2016. Das neue Tolle Heft von Nadia Budde "Durch & Durch" wird im Memminger MedienCentrum gedruckt. 
Es schneit und stürmt auf der Zugfahrt von München nach Memmingen. 
     
Auf dem Weg in den Maschinenraum: Katja Gusovius, Nadia Budde und die Herausgeberin...
      
.... erster Blick von oben: Maschinen, Monster und Makulaturen

   
Die Künstlerin begegnet ihrem Werk...
 ... und das soll das Schweinchen-Rosa sein?
            
 Fachgespräche unter Profis
Fachgespräche unter Monstern
 Dialog mit dem Fadenzähler
Heimfahrt mit dem Bayernticket.

Über die Künstlerin:
Nadia Budde wurde 1967 in Berlin geboren. Sie ging zur Schule, machte eine Ausbildung zur Schaufenstergestalterin 
und studierte Grafik-Design in Berlin und London. Ihre Bilderbücher gewannen zahlreiche Preise, 
unter anderem zweimal den Jugendliteraturpreis (1999) für „Eins, zwei, drei, Tier“ und 2010 für 
„Such dir was aus, aber beeil dich! Kindsein in zehn Kapiteln“. Die Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. 
Diverse Lehraufträge, Workshops und Lesungen im In-und vor allem im Ausland 
entfernen sie oft von ihrem Schreibtisch, der in Berlin steht.

About the artist: 
Nadia Budde was born in 1967 in Berlin. She went to school, was educated as a window-dresser and studied grafik-design 
in Berlin and London. She was awarded many times for her artwork, among other things for the german literature-award
in 1999 and 2010. Her books are translated into many languages. Because of workshops, readings and teaching 
at home and abroad, she has to leave sometimes her drawing table, which is located in Berlin.
Nadia Budde zum Thema ihrer Arbeit : 
„Manche Paare sind grauenhaft, sie kleben aneinander, benehmen sich wie eine einzige Person, kippen zu Seite, 
wenn sie vereinzelt werden. Andere Paare warten nur darauf, aus ihrer vertrauten Zweisamkeit gerissen zu werden, 
wollen neue Partner, neue Namen, falsche Namen oder sie wollen einfach mal allein sein. Nach Umgruppierung, Vereinzelung, Vermischung kann man beobachten, wie sie sich anschließend benehmen. "

Nadia Budde
Durch & Durch
Das Tolle Heft Nr. 45
edition büchergilde
Mit vier Sonderfarben und einer Beilage
Fadenknotenheftung mit Schutzumschlag
Limitierte Auflage, 32 Seiten
Hrsg. von Rotraut Susanne Berner 
€ 16,95

Im März 2016 im Buchhandel

Montag, 1. Februar 2016

2016 - ein Jahr der Tollen Hefte!

Jubiläum und Ausstellung!
1991-2016: 25 Jahre Tolle Hefte
2016 werden die Tollen Hefte 25 Jahre alt. Auch darum wird es in Bologna einegroße Ausstellung zu den Tollen Heften geben. Anlässlich der Kinderbuchmesse in Bologna ( 4. -7. April 2016),
auf der Deutschland Gastland ist, zeigt das Goethe-Institut Rom in Zusammenarbeit mit Hamelin, einer italienischen Kulturstiftung, die Geschichte der Tollen Hefte, ihre Künstler und Autoren, ihre Besonderheiten
und viele Blicke hinter die Kulissen.

25th anniversary and exhibition of the series „Die Tollen Hefte“
Founded in 1991 by Armin Abmeier, the series of the Tolle Hefte arrived at Nr. 45.
This booklet, appearing in march 2016, is just in printing and is designed, invented, written and illustrated by Nadia Budde, an artist from Berlin, well known from her lovely-nasty picture-books. She was on Armins list of artists since a long time, but only now she did a great artwork about couples in the broadest sense.
As Germany will be hostcountry at Bologna's bookfair this year, an exhibition of „Die Tollen Hefte“
is just in preparation, curated by Hamelin association in Bologna and organized together with the
German Goethe-Institut Rom.
The opening of the exhibition will be on sunday, 3rd april at 19:30 
Palazzo d'Accursio, Sala d’Ercole, Piazza Maggiore.

Die meisten Illustratoren der Hefte haben sich auch intensiv mit dem Medium Bilderbuch beschäftigt
und so liest sich die Liste der Künstler nicht nur ein wenig wie ein who-is-who der Illustratorenszene, sondern auch
der internationalen Bilderbuchwelt:

As most of the Tolle-Hefte-artists are doing childrens-books as well, the list of the illustrators
can be read not only as a who-is-who of best illustrators, but also as a list of best children's-books-artists: 

ATAK (Georg Barber)
Rotraut Susanne Berner
Blexbolex (Bernard Granger)
Jens Bonnke
Nadia Budde
Sophie Dutertre 
Wolf Erlbruch 
Christoph Feist
Anke Feuchtenberger
Kristin Foltan 
Anselm Glück 
Moritz Götze 
Kitty Kahane
Yvonne Kuschel
Gosia Machon
Sophia Martineck
MAX (Francesc Capdevila)
Thomas M. Müller 
Franziska Neubert 
Christoph Niemann 
Volker Pfüller 
Dmitri A.Prigow
Nicolas Robel
Merav Salomon
Axel Scheffler 
Stefanie Schilling
Katja Spitzer
Katrin Stangl
Hans Traxler
Henning Wagenbreth

Donnerstag, 28. Januar 2016

Autoren, Verlage und das Urheberrecht

Momentan gibt es zwei "Baustellen" die für die Buchbranche von großer Brisanz sind.
Leider sind viele Urheber von Wort und Bild nicht, oder nur schlecht informiert.

1. Änderung des Urheberrechts.
Es steht eine Änderung des Urheberrechts bevor, das - wenn so umgesetzt - fatale Folgen für die Vielfalt unserer
Verlagslandschaft hätte. Bitte informiert Euch über den "Offenen Brief", den man unbedingt unterzeichnen sollte:


Offener Brief zum Urheberrecht an die Bundesregierung
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
sehr geehrte Frau Staatsministerin Grütters,
sehr geehrter Herr Bundesjustizminister Maas,
sehr geehrter Herr Bundeswirtschaftsminister Gabriel,


das im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vereinbarte Vorhaben, die wirtschaftliche Lage von Autor*innen und anderen Urhebern zu verbessern, ist selbstverständlich zu begrüßen. Die nun vorgelegte Gesetzesnovelle, die die Planungssicherheit von Verlagen durch neue Ausstiegsklauseln für Autor*innen auf wenige Jahre nach Erscheinen eines Buches reduziert, ist jedoch kontraproduktiv. Sie verbessert wenn überhaupt, dann höchstens die Stellung von wenigen Erfolgsautoren, auf Kosten der langfristigen Bindungsfähigkeit vor allem der mittleren und kleinen unabhängigen Verlage. Das dient weder dem Interesse der Autor*innen noch der Bewahrung unserer vielfältigen Kulturlandschaft.

Hinzu kommt, dass wir uns in einer Phase befinden, in der Verlage in neue Technologien, Formate, Geschäftsmodelle investieren müssen, um das deutschsprachige Verlags- und Buchwesen mit seiner bedeutenden, reichhaltigen Tradition zukunftsfähig zu machen. Wie soll das geschehen, wenn es keine ausreichende Planungssicherheit gibt? Dieser Gesetzesentwurf schadet allen, nicht zuletzt den Autor*innen.

In den Medien wird ein Verteilungs- und Interessenkonflikt zwischen Autor*innen und Verlagen heraufbeschworen, dem wir mit diesem gemeinsamen Brief entschieden widersprechen möchten. Wir wünschen uns ein Urheberrecht, das neben der urheberrechtlichen Kreativität und Selbstbestimmung der Autor*innen auch die Leistungen ihrer Verlage schützt und die vertrauensvollen, langfristigen Beziehungen zwischen Verlagen und Autor*innen fördert, statt sie zu untergraben.


2. VG-Wort und VG-Bild
Es steht eine Änderung bei der Ausschüttung der Tantiemen der Verwertungsgesellschaften bevor - mit sicher ebenso fatalen Folgen - nicht nur für kleine oder wissenschaftliche Verlage. Genaueres kann hier in Spiegel online, oder in der FAZ nachgelesen werden. Die AG-Publikumsverlage hat am 21. Januar dazu eine Resolution verabschiedet. Auch auf der Seite von VG-Bild ist noch einmal genau der Hintergrund beschrieben.
Der Verhandlungstermin am Bundesgerichtshof ist für den 10. März 2016 angekündigt.

Samstag, 2. Januar 2016

Das Neue Jahr

Zum Schluss 

Vorhang auf!
Das Jahr ist um,
dreh dich Kreis 
einmal herum,
zähl drei mal acht 
um Mitternacht,
aus alt ist neu 
ganz schnell gemacht:

Nimm statt Äpfel
einfach Birnen,
steig auf Bäume,
zieh die Wurzel,
fall aus Wolken,
lass es regnen,
sag mal nein!
Zähl die Sterne,
guck in Lüfte,
schließ die Augen,
schau dahinter,
geh auf Händen,
springe, renne,
querfeldein!

Buchstabier mal
P-f-a-n-n-e-k-u-c-h-e-n,
träume lange, 
spann die Flügel,
fliege niedrig,
schrei mal leise,
Trödel rum!

Koch den Brei mal 
mit Zibeben,
Steck die Nase
in die Töpfe,
bohre Löcher 
in die Bäuche,
frag warum?

Such zuhause
Labyrinthe,
finde Schätze
hinterm Ofen,
geh mal rückwärts
und verirr dich
unterm Tisch!

Fang die Feste
wenn sie fallen,
Merk dir sieben
Zaubersprüche,
sprich mit Tieren,
schwimm stromaufwärts
sei ein Fisch!

© Rotraut Susanne Berner, "Karlchen für jeden Tag", C. Hanser Verlag


Samstag, 26. Dezember 2015

Dienstag, 8. Dezember 2015

Kunst in Köln und Essen

Joan Mitchell im Museum Ludwig in Köln:


Kunst, mit der ich aufgewachsen bin und die ich hier in einer erlesenen Sammlung wiederentdecke:
Zum Beispiel Ernst Wilhelm Nay

und die Pop-Art, die trotz ihrer Patina, immer noch aufregend modern ist. 
Samstagmittag in Essen im Folkwang-Museum:
Aktueller Anlass ist die Ausstellung
"Im Schatten der Avantgarde, Rousseau und die vergessenen Meister",
Fotografieren verboten - ich empfehle den schönen Katalog und die Ausstellung selber, kuratiert von Kaspar König, ist absolut sehenswert. Ich hatte genügend Zeit, mir ausführlich die ständige Sammlung im Museum anzuschauen. 
Noch selten habe ich eine so wunderbare und hochkarätige Kunstsammlung gesehen - 1902
von Karl Ernst Osthaus (1874–1921) in Hagen begründet, ist alles vertreten was Rang und Namen hat. Wenn man die Chronik des Museum liest, staunt man über den sicheren Geschmack und den Mut des Sammlers, der sehr früh die 
Qualität der Künstler erkannt hat. Der Bogen der Sammlung spannt sich von der deutschen
Romantik über den deutschen und französischen Klassizismus und Realismus mit allen wichtigen Repräsentanten. 
Sämtliche deutsche und französische Wegbereiter der Moderne sind vertreten, und was in Essen seit den 50er Jahren dazugesammelt und erworben wurde ist einfach großartig. Besonders schön ist, wie sich die bildhauerische 
Sammlung in den hellen und großzügigen Räumen präsentiert.


Feininger