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Mittwoch, 25. Februar 2026

Im März kommen die Wachteln!


achtunddreißig wachteln

achtunddreißig wachteln
kommen zum übernachteln
geben mir die füßerln
einfach so zum grüßerln

achtunddreißig wachteln
kommen zum übernachteln
plustern sich und wuscheln
wollen mit mir kuscheln






Arne Rautenberg
achtunddreißig wachteln kommen zum übernachteln
123 Gedichte 
mit Bildern von Rotraut Susanne Berner
136 Seiten, durchgehend farbig illustriert


Sonntag, 1. Februar 2026

Februar

Der Winter

Die Pelzkappe voll mit schneeigen
Tupfen,
behäng` ich die Bäume mit hellem
Kristall.

Ich bringe die Weihnacht und bringe
den Schnupfen,
Silvester und Halsweh
und Karneval.

Ich komme mit Schlitten aus Nord
und Nord-Ost.
- Gestatten Sie: Winter.
Mit Vornamen:
Frost.

Mascha Kaleko
Copyright: Rotraut Susanne Berner 

Freitag, 28. November 2025

Warten auf Weihnachten


Advent

nun komm mach schnell
die Tür mach weit
es wird schon hell
es wird bald Zeit

es geht der Wind

und wo wir sind
sind Türen
nun komm schon Kind
wir frieren.

Heinrich Detering



 

Donnerstag, 13. November 2025

kleines Kindergedicht im November

Kalter Wind von Nord,

Die Vögel ziehen fort.

Fliegen in den Süden,

bis sie ermüden.

Kalter Wind von Nord,

Die Vögel ziehen fort.



© illustration: Rotraut Susanne Berner

Freitag, 3. Oktober 2025

Gedicht im Oktober

Herbst


Der Kirschbaum zieht sein Herbstkleid an,

Es reifen die Kastanien,

Und Stare, Schwalben, Kormoran

fliegen schon bald nach Spanien.



Und überall in Wald und Hain

Gibt's Beeren, Pilze, Nüsse,

Und wir bekommen obendrein:

Sturm, Sonne, Regengüsse!



Und Kürbisfratzen, Rübenlicht

Die flackern nachts aus Fenstern -

Wir fürchten uns vor ihnen nicht,

Und auch nicht vor Gespenstern!



Wir laden unsre Nachbarn ein,

Zu Äpfeln, Kohl und Speck,

Zu Nudeln, Auflauf, Gänseklein -

Mit silbernem Besteck!

Text und Illustration © Rotraut Susanne Berner


 


Freitag, 12. September 2025

September



Es kommt eine Zeit

da hat die Sonne

alle Arbeit getan

Die Äpfel sind rot

Die Birnen sind gelb

und die Marktfrauen rufen

Pflaumen schöne Pflaumen

Es kommt eine Zeit

da wird die Sonne müde

und immer kleiner

So klein wie eine Orange

die nach Afrika zurückrollt

wie ein Taler

der von einer Hand zur anderen wandert

wie der Knopf

vom Matrosenkleid

So klein wird die Sonne

dass der Himmel sie nicht mehr halten kann

Sie rollt übers Dach

rollt hintern Berg

jetzt kann sie keiner mehr sehen

Elisabeth Borchers


Samstag, 2. August 2025

Gedicht im August

August

Es kommt eine Zeit
da wachsen die Bäume in den Himmel.
Die Blumen wollen so groß sein wie Bäume.
Der Himmel hoch oben hat Wolken.

Es kommt eine Zeit
da gehen Pilze durch den Wald
und schwarz gelackte Käfer.

Da ist die Sonne so heiß,
dass man sie nicht anfassen kann.

Da wächst es rot an den Sträuchern
und blau an den Gräsern.
Das sind die Tage der Beeren.
(Elisabeth Borchers)