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Karlchen



Karlchen Nickel, geboren 2001 in München,
ist ein Kaninchen. Er lebt irgendwo in der Provinz, geht in den Kindergarten,
hat eine große Verwandschaft, viele Freunde und eine kleine Schwester.

Karlchen ist ungefähr drei oder vier Jahre alt, ein ganz normaler kleiner Junge -
mit Kaninchenohren. In den Pappbilderbüchern für ganz Kleine
sind wichtige Dinge des Alltags beschrieben und gezeichnet: Ins-Bett-gehen,
Aufwachen, Ferien bei der Oma, das neue Schwesterchen, Einkaufen und Fußballspielen.

Mehr dazu auch unter
Übrigens: Karlchen ist ganz international: es gibt die Karlchenbücher inzwischen in vielen Sprachen,
z.B. französisch, niederländisch, spanisch, russisch, kroatisch, koreanisch, italienisch, schwedisch, hebräisch,
polnisch, slowenisch....

Veranstaltung 
Litcologne 2017
13.03.2017 | Montag | 15:30 COMEDIA Theater, Grüner Saal, Vondelstraße 4-8, 50677 Köln

Zitat aus dem Programm:
"Karlchen ist zwar ein Kaninchen, aber ihm geht es wie allen kleinen Kindern: 
Er will abends nicht ins Bett, hat manchmal verrückte Ideen, die Mama und Papa Nickel nicht immer toll finden. 
Er würde Weihnachten am liebsten schon im Sommer feiern, damit er nicht so lange auf Geschenke warten muss. 
Rotraut Susanne Berner bringt lauter Karlchen-Geschichten mit, in denen sich die Jüngsten 
mit ihren Fragen, Nöten und Freuden wiederfinden können."
Ab 4 Jahren

Murmelmärchen
Eine Wintergeschichte
aus "Karlchen für jeden Tag"
© Rotraut Susanne Berner, C. Hanser Verlag

Max hatte geträumt. Vom Frühling, von jungen Kleeblättern in der Sonne, von Purzelbäumen im Gras 
und von Löwenzahnknospen. Die aß er zum Frühstück am allerliebsten. 
Dann war er an einem Geräusch aufgewacht. Zuerst wusste er überhaupt nicht, wo er war. Es war stockfinster, warm 
und weich und eng. Nicht einmal ein Bein konnte er ausstrecken. Er blinzelte in die Dunkelheit und schnupperte ein bisschen. So richtig gut roch es hier nicht, stellte er fest. Er spitzte die Ohren, denn jetzt konnte er es deutlich hören. Jemand schnaufte und gähnte und murmelte vor sich hin: „Oh bitte, nicht schon wieder! Das ist jetzt bereits das dritte Mal in diesem Winter, dass ich aufstehen muss.“ Dann lautes Rascheln und Stöhnen, Max setzte sich auf, und da fiel es ihm wieder ein: es war Winter und er lag, zusammengerollt mit der ganzen Murmeltierfamilie, in der gemütlichsten Höhle 
der Welt beim Winterschlaf. Jetzt erkannte er auch die Stimme, die vor sich hinschimpfte und immer lauter wurde: „Aufwachen! Zeit für eine Pinkel-Schlaf-Pause! Aufstehen!“ Jemand knuffte Max in die Seite. 
„Ich muss überhaupt nicht“, sagte eine kleine Stimme neben ihm. „Hallo, Marie“, sagte Max, „ich muss auch nicht. 
Aber du kennst ja Opa. Er ist der Boss. Wenn er raus muss, müssen alle raus. 
Wenn die Höhle schon mal aufgemacht werden muss!“ 
„Trotzdem. Ich will nicht raus in den Schnee und in die Kälte“, flüsterte Marie. 
„Hier wird erst gar nicht diskutiert.“ Mama Murmeltier tastete nach ihrem Jüngsten, das neben ihr noch fest schlief.
„Je schneller wir draußen sind, desto schneller sind wir wieder drin“. 
„Altes Murmeltiersprichwort“, lachte Papa und gähnte laut. „Sind jetzt alle wach? 
Was ist zum Beispiel mit Tante Martha? Martha, bist du da?“
„Selbstverständlich“, antwortete Martha empört. „Ich bin schon längst auf dem Weg.“ 
Alle bewegten sich jetzt schläfrig und langsam in einer langen Reihe auf den Höhleneingang zu. 
Der Gang stieg steil an und war über 20 Meter lang. 
„1, 2, 3, 4, Murmeltier, 5 und 6 und 7, 8, und das mitten in der Nacht.“ 
Onkel Magnus stand an der Seite und zählte: . „20 Tiere müsst ich sehn, doch wo sind die andern 10?“
„12, Onkel Magnus“, sagte Max, „es fehlen noch 12“. Onkel Magnus konnte sehr gut reimen, aber sehr schlecht rechnen. 
Als er endlich alle Murmeltiere abgezählt hatte, pfiff er einmal laut und kam dann atemlos als letzter oben an. 
Opa war mit den Vettern Martin, Malte und Manfred schon dabei, die Höhle zu öffnen.
 Schwere Steine mussten weggerollt und Erde beiseite geschafft werden.
„Jemand müsste mal die Tür erfinden“, stöhnte Martin, „dann wäre das nicht jedes Mal so ein Theater!“ 
„Neumodischer Kram“, sagte Opa und da spürten alle schon den ersten kalten Luftzug. 
„Jetzt aber Beeilung!“, sagte Tante Martha, „nicht herumtrödeln. Die Mädchen gehen nach links und die Jungs nach rechts!“
Es war fast so hell wie am Tag. Der Mond schien auf die geschlossene weiße Schneedecke. 
Nur kahles Gebüsch und ein paar kleine Tannenbäumchen schauten schwarz aus dem Schnee hervor. 
Es war schrecklich kalt, und Max suchte sich einen Platz bei einer kleinen Tanne. 
Es ist gar nicht so einfach, wenn man eigentlich nicht muss, dachte er gerade, als er ein komisches Geräusch hörte. 
Es kam direkt von rechts, wo ein Tannenzweig tief in den Schnee herabhing. 
Es klingelt, wunderte sich Max, hob den Zweig vorsichtig etwas an und traute seinen Augen nicht: 
unter der Tanne blühte eine kleine Frühlingswiese mit Veilchen, Anemonen und winzigen Leberblümchen. 
Dazwischen Winterlinge, Gänseblümchen, Huflattich und Schlüsselblumen. Das Schneeglöckchen in der Mitte 
klingelte noch einmal und lachte leise: „heute ist doch Weihnachten, Max! Schau mal in den Himmel!“
Max schaute hoch. Der Himmel war übersät mit Sternen und die Milchstraße ein breites Band direkt über ihm. 
„Oh“, sagte Max. Zwischen zwei Bergspitzen strahlte ein besonders großer rötlicher Stern. 
Er flackerte ein wenig, setzte sich in Bewegung und verglühte in einem schönen Bogen als Sternschnuppe 
am schwarzen Himmel. „Habt ihr das gesehen“?, fragte Tante Martha.
 Alle Murmeltiere standen im Schnee und schauten nach oben. Es war sehr still.
„Schön“, sagte Marie, „so etwas Schönes habe ich noch nie gesehen.“ 

„Na also“, sagte Opa und räusperte sich, „manchmal muss man eben hinaus in die Welt um etwas zu erleben. 

Jetzt aber zurück ins warme Nest. Es dauert ja noch eine ganze Weile, bis es Frühling wird!“

 Alle setzten sich wieder in Bewegung und suchten ihren Schlafplatz. Die ganze Murmeltierfamilie rollte sich eng 
im weichen Heu zusammen und war kurz darauf schon wieder fest eingeschlafen. 
Nur Max lag noch lange wach. Er knabberte an einem Kleeblatt, das er unter der kleinen Tanne gefunden hatte 
und dann, kurz bevor er einschlief, hörte er es noch einmal ganz leise klingeln.


Über Karlchen und seine Familie gibt es diesen charmanten kleinen Film 
von Alexandra Schatz, mit dem man ein klein wenig eintauchen kann in die bewegte Welt der Familie Nickel: 

August 2016


Karlchen - Mein Kindergarten-Freundebuch
erscheint am 22. August 2017
Pappband
10 Euro




Frühling 2016

"Karlchen für jeden Tag"
gibt es auch als Hörbuch.
Wieder wunderschön gelesen von Juliane Köhler (siehe auch weiter unten) und mit vielen Liedern,
die von der Hamburger Kinder- und Jugendkantorei St. Petri/St. Katharinen gesungen wurden.


Seit September 2015 gibt es Neues von Karlchen:
Unter dem Label
gibt es ein Memory, ein Quartettspiel und eine Handpuppe

  
  
Karlchen spielt Quartett
  

  
Karlchen spielt Memo

Außerdem ein großes neues Karlchenbuch: 

Aus dem Inhalt:


Sommer bei Oma im Garten
Karlchen lernt die Uhrzeit


Karlchen lernt die Monatsnamen

Und das hier sind die Protagonisten:
Hund, Teddy, Karlchen, Perlhuhn und Küken
Mama, Klara und Papa

Tante Lene, Käthe, Onkel Wille, Friedrich und Wilhelm

Bello, Monika, Ole mit seiner Mutter

Gans und Oma

Rotraut Susanne Berner
Karlchen für jeden Tag
112 Seiten 
durchgehend farbig illustriert
mit vielen Spielen, Liedern, Kochrezepten, 
Geschichten und Basteleien
für Kinder ab 3 Jahren

Herbst 2014
Karlchen freut sich auf Weihnachten

Jetzt im Mai schneit es auf meinem Zeichentisch: 
Karlchen freut sich auf Weihnachten
Das 8. Papp-Bilderbuch für ganz Kleine 
erscheint im September .



Im Frühling 2014 hatte Karlchen Geburtstag!
Im vertrauten Pappbilderbuch auf 18 Seiten wird davon erzählt, wie er seinen
Geburtstag feiert, wer alles kommt, und vor allem, welche Überraschung es geben wird.

Rotraut Susanne Berner
Pappband
C. Hanser Verlag
7,90 Euro
bereits erschienen
Karlchen gibt es natürlich auch zum Hören:
Im Münchner Hörverlag gibt es bislang:
"Karlchengeschichten"und "Neue Karlchengeschichten" 
(mit der sehr schönen Musik von Martin Scheffler und Kolja Lieben),
"Karlchen macht Geschichten" und "Karlchen für jeden Tag", alle wunderschön gelesen von Juliane Köhler.
"Karlchen macht Geschichten" ist eine spezielle Hörbuchversion zu allen weiter unten abgebildeten Bilderbüchern
 - wieder begleitet von  Musik komponiertvon Martin Scheffler und Kolja Lieven:
Enthält: Guten Morgen, Karlchen; Gute Nacht, Karlchen; Karlchen geht einkaufen; 
Wo ist Karlchen?; Ein Schwesterchen für Karlchen; Karlchen vor, noch ein Tor; Abenteuer mit Karlchen
sowie Alles Gute zum Geburtstag, Karlchen und Karlchen freut sich auf Weihnachten.





Für Vier-sechsjährige und sind die Karlchengeschichten, in denen fast alles vorkommt, was kleine Mädchen und Jungs beschäftigt und was ihren Alltag bestimmt: Zähneputzen, Ekel, Angst, Geburtstag, Langeweile, Freundschaften, Wut, Geduld haben, Gewitter, Arztbesuch .... und und und....
Im Frühjahr 2011 erschienen, gleichzeitig mit der Hör-CD, ganz neue Geschichten von Karlchen, seiner Familie und seinen Freunden:
Neue Karlchen-Geschichten
Carl Hanser Verlag
9.90 Euro
(Alle Karlchen-Bücher sind im Carl Hanser Verlag erschienen)

Karlchen goes to Hollywood!
Alexandra Schatz, bekannt für viele Film-Adaptionen aus dem Kinder- und Bilderbuch
hat für den Bilderbuch-Character "Karlchen", eine
Filmförderung der NORDMEDIA GMBH erhalten.
Momentan wird am Drehbuch gearbeitet und ein echtes Road-Movie soll entstehen:
70 Minuten Kerlchen-Kinofilm !


Alexandra Schatz, in Pirmasens geboren, studierte an der Kunsthochschule Braunschweig 
mit dem Schwerpunkt Film und Fotographie.
Sie arbeitet seit 1981 als unabhängige Trickfilm - Produzentin. 
Von ihr stammen unter anderem Ted Siegers Molly Monster Film, oder
die Regie zur Verfilmung von Büchern von Norman Junge (Fünfter sein) oder Jutta Bauers "Selma".